Jetzt sitze ich hier an meinem letzten Abend auf dem Watchman Campground im Zion National Park, knabbere meine Planters Cocktail Peanuts mit einem gekühlten Budweiser dazu und staune, wie glatt das bis jetzt eigentlich alles gelaufen ist.
Flug war zwar lang, aber alles OK.
Gut der angeblich unkaputtbare Koffer Modell Titan hatte es ja in China schon gerissen. Jetzt ist er ganz hin – noch ein Riss mehr. Hoffe mal ich bekomme damit noch meine Klamotten nach Hause. Und vielleicht schick ich das Ding dann wirklich an den Hersteller – von wegen „unkaputtbar“.
In den USA wäre das glatt eine Schadensersatzklage im 6-stelligen Bereich wert.
Aber zurück zum Thema.
Mein RV = Wohnmobil ist einfach super. Kein Vergleich zu dem in Neuseeland, weil – viel mehr Platz.
Habe heute morgen die Warmwasseranlage und die Dusche getestet– ist ja schließlich Sonntag – funktioniert tadellos.
Ist hier auf den Campingplätzen – zumindest diesem hier – anders als ich das bisher kannte.
Die „Restrooms“ haben hier wirklich nur Toiletten.
Keine Duschen, keine Spülküchen.
Aber dafür haben wir ja schließlich alles an Bord.
Beim Verstauen meiner Klamotten am ersten Abend hab ich mich echt gewundert.
Ich hab in allen Schränken noch Platz. Ob das daran liegt, dass ich allein unterwegs bin?
Oder hab ich etwas was vergessen?
Irgendwann in der Nacht viel es mir dann ein. (Komisch solche Erkenntnisse fallen mir immer im Halbschlaf ein):
Da fehlt doch was!
Wo ist eigentlich meine Jacke geblieben?
Langsam dämmerte es mir, dass ich die wohl im Hotel in Las Vegas gelassen habe. Genauer gesagt im Kleiderschrank.
Dumm gelaufen. Weil:
In der Jacke sind leider auch noch meine sämtlichen Schlüssel.
Was natürlich insofern doppelt blöd ist, da ich ja diesmal mit dem Auto zum Flughafen gefahren bin.
Also erst mal telefonieren.
Was wiederum nicht ganz so einfach ist, da ich hier kein Handynetz habe.
Gut, dass ich mittlerweile genug Quarters (Vierteldollarmünze) gebunkert habe. Damit geht’s dann auch am normalen Fernsprecher.
Als erstes bei Cruise America angerufen, ob das OK ist, wenn das Hotel – falls die Jacke und Schlüssel finden – dahinschicken und ich dann bei der Rückgabe des Wagens wieder an meine Schlüssel komme, um dann in Frankfurt mein Auto abholen zu können.
Klar. „No Problem“.
Das Problem war dann aber, die Hotline im Luxor.
Da wurde ich dann zu „Lost and Found“ verbunden, besser gesagt mit dem automatischen Ansagedienst.
„Bitte hinterlassen sie ihre Nachricht und Telefonnummer. Wir rufen sie zurück, wenn der Gegenstand gefunden wurde“.
Super.
Ich hab doch hier kein Netz!
Habe dann irgendwas auf das Band gebrabbelt und gesagt ich melde mich per mail.
Immerhin das hat die Ansage auch noch rausgelassen.
Jetzt war natürlich das nächste Problem, wie kriege ich hier eine mail verschickt.
Beim Einkaufen in Springdale gab es dann wieder Handynetz, so dass ich die mail übers Mobile rausschicken konnte.
Heute habe ich dann ein Internet Cafe in Zion gefunden.
Aber bisher war noch keine Antwort vom Luxor da.
Mhmmmm…..
Die Geschichte geht also noch weiter.
Bin gespannt, wie sich das entwickelt.
Ansonsten aber:
Die Landschaft hier ist echt der Hammer!!
Habe schon hunderte Fotos gemacht.
Die „Best of Zion“ habe ich schon zusammengestellt, und sobald ich mir dem Laptop ans Netz kann lad ich die hoch.
Das sollte eigentlich ab Morgen der Fall sein.
Ab jetzt gibt es erstmal KOA Campsites mit W-LAN für alle.
So genug für heute. Sobald ich morgen wieder Handy-Empfang habe geht das hier raus in den Blog.
CU
Immer noch kein Handy-Netz.
Dafür aber W-LAN auf dem KOA Campground.
Da bin ich mittlerweile angekommen.
Und mittlerweile habe ich auch Antwort vom Luxor, dass meine Jacke gefunden wurde.
Jetzt brauchten sie nur noch mal - von wegen die Sicherheit – eine Beschreibung der Schlüssel. Hab ich gerade rausgeschickt. Damit sollte das klappen.
Geht doch ;-)