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Freitag, 8. Juni 2007

McCarren International Gate D40

Jetzt bin ich immerhin schon bis zum Gate vorgedrungen. Jetzt sind es nur noch drei Stunden.
Die Koffer bin ich los - Gott sei Dank werden die bis Frankfurt durchgecheckt. Da hab ich die in Cincinnati schon mal nicht am Hals.
Die Wartezeit wurde mir von einem Freak mit Laptop und DVD verkürzt. Wie der Film heißt, weiß ich gar nicht. Spielt im Amazonas und ist von einem ganz berühmten Regisseur, dessen Namen ich auch gerade vergessen habe.
Jetzt sagt nicht, das ist das Alter. Das ist das Dahindämmern beim Warten am Flughafen.
Apropros Alter: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag nach Bottrop!

Sitze gerade beim Startbucks und verbrennen mir wie immer die Zunge am Café Latte Grande.
McCarren hat überall W-Lan und solange der Akku hält kann ich ja grad noch was posten.
Vielleicht krieg ich ja auch noch raus wie der Film heißt, den ich gerade gesehen habe, und dass sich Cincinnati mit Doppel-N und einem T schreibt.
PS: Hab's schon gefunden. Das war der Film Apocalypto von Mel Gibson

Donnerstag, 7. Juni 2007

Hi, how you'r doin'?

Diese Begrüßungsformel (für die, die nicht des Englischen mächtig sind, übersetzt so viel wie: "Hallo, wie geht's denn so?") ist sicherlich das, was mir hier - neben der unglaublichen Landschaft - am meisten in den letzten 20 Tage aufgefallen ist.

Am Anfang denkt man ja noch: "Mann, die sind aber alle nett hier. Jeder will wissen wie es dir geht." Und am Anfang antwortet man auch in dem Sinne.
"Ähhh, Thank you. Fine"
Oder die etwas geübtere Variante "Thanks! I'm doin' fine" ("Oh danke. Mir geht's gut").

Das geht übrigens nicht nur Europäern so, die das ja gar nicht gewohnt sind.
Eine Dame aus New Jersey, die ich auf der Holpertour durch den Canyon de Chelly getroffen habe, meinte auch, sie wär schon ganz müde, immer auf die Frage zu antworten. Das wär doch alles ein bisschen viel.
Merke: Im Osten ist das wohl auch anders.

Mittlerweile denke ich aber ganz anders über diese Begrüßungsphrase:
Es geht gar nicht so sehr darum, zu wissen, wie es dem Gegenüber geht. Das interessiert - wenn überhaupt - nur peripher.
Vielmehr geht es darum, herauszufinden, wo der andere herkommt und wie er einzuordnen ist oder anders formuliert: Es geht eher darum sein Revier und seine Position zu markieren.
Hunde beschnüffeln sich dafür und heben regelmäßig das Bein.
Nichts anderes ist - so glaube ich mittlerweile - diese Begrüßungsformel.

An der Antwort erkennt man sofort, ob man es mit einem Ausländer zu tun hat (die wissen gar nicht, wie sie darauf antworten sollen) oder mit jemanden, der aus einer anderen Gegend kommt, zu einer anderen Sippe gehört. Wenn ich das richtig beobachtet habe, dann gibt es je nach Gegend ein ganz bestimmtes Ritual, was da zu antworten ist.
So etwas wie ein geheimes Erkennungzeichen oder Losungswort.
Der gehört dazu - oder eben nicht.

Wichtig für die Postitionsbestimmung ist dabei natürlich auch, wer zuerst fragt.
Aus dem alten "Erst Schießen, dann Fragen" ist jetzt ein "Wer zuerst fragt, gewinnt" geworden.
Wenn man nicht schnell genug ist mit seinem "How your doin'" ist man schon in der Verteidigungs- bzw. Rechtfertigungsrolle.
Wobei:
Es kommt auch noch darauf an, wo man gerade ist.
Nicht überall gilt diese Regel.
Insbesondere nicht morgens auf dem Männerklo eines Campgrounds.
Da spricht man natürlich nicht miteinander.
Man(n)tut so, als wär der andere gar nicht da.
Restrooms (zu deutsch "Ruheraum" - Toilette sagt man ja nicht - igitt) sind schließlich strictly private.

Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten schon im Vorfeld bereits aus der Ferne einzuordnen, wo jemand herkommt.
Asiaten erkennt man ja schon an den Gesichtszügen. Und daran, dass sie in PKW's übernachten, die gar nicht dafür vorgesehen sind. Oder aber dass sie in der Regel in Großgruppen auftauchen. (Man braucht immer mehrere Asiaten, damit man sich auch gegenseitig fotografieren kann.)
Sind die Gesichtszüge mal wegen einer Gesichtsmaske oder eines Mundschutzes nicht zu erkennen, ist das auch einfach, dann sind das Japaner.

Die Unterteilung zwischen Amerikanern und Europäern ist im ersten Schritt am Einfachsten anhand der Kleidung.

Sneakers (=Turnschuhe) mit weißen Socken auf Wanderwegen oder aber nur Badeschlappen ohne alles: Das sind immer(!) Amerikaner.
Menschen mit richtige Wanderstiefel sind zu 98% Europäer (Ok manchmal auch Israelies aus Tel Avif) oder aber Amerikaner von der nördlichen Ost-Küste (z.b. New Jersey), wo es eher bergiger ist.

Ist die Fußbekleidung nicht eindeutig, muss als nächstes die Kopfbedeckung zur unterstützenden Einordnung hinzugezogen werden:
Baseballkappen (bevorzugt mit aufdrucken wie "Vietnam Veteran" oder "Retiered US Marine Corps") oder aber für Damen diese Schirmmützchen ohne was oben dran: Auch immer(!) Amerikaner.

Reicht auch das nicht aus, nimmt man als nächstes die Wasserversorgung hinzu.
Folgende Kombinationen sind auch immer(!) Amerikaner:
- eine halbvolle Plastikflasche mit Wasser lose in der Hand geschlenkert
- ein Softdrink-Becher von mindestens einem halben Liter mit Plastikdecken und Strohhalm
- ein Camelbag Rucksack mit nur Wasser drin (wieder die Hikingprofis von der Ostküste)

Und wenn das jetzt zu einseitig sein sollte, versuchen wir es doch mal so rum:
Woran erkennt man jetzt die Deutschen?
Sie tauchen immer (ich bin natürlich wieder die Ausnahme) als Paar um die 50 auf.
Den Camper fährt immer(!) der Mann, die Frau darf nur Einweisen beim Rückwärts Einparken. Da sind die Amerikaner übrigens fortschrittlicher. Hier werden die riesigen Wohnmobile im Reisebusformat genauso oft von den Frauen, wie von den Männern gesteuert. Was wohl auch damit zu tun hat, dass man hier für die Dinger keinen extra Führerschein braucht, wie bei uns die Klasse zwei. Eventuell auch damit, dass man in den Dingern auch während der Fahrt die Baseball-Spiele verfolgen kann.
Aber zurück zu den Deutschen.
Hier hat immer(!) der Mann die Kamera in der Hand. Die Frau dient als Fotovordergrund.
Bei Amerikanern gibt es hier häufiger die Erscheinung, dass beide eine Kamera dabei haben. Wobei die vom Mann dann allerdings die Große, Teure ist, die von der Frau die kleine "Kann-Frau-Nix-Verkehrt-Machen".

Ach ja. Und Deutsche erkennt man auch daran, dass sie sich im Restaurant trotz "Wait to be seated" selbst einen Platz suchen und meistens zu wenig oder gar kein Trinkgeld geben.

So jetzt reichts aber.
Mal sehen, was ich davon Morgen auf dem Rückweg in die Heimat wiedererkennen kann.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Noch ein Tag in Las Vegas

Echt cool hier.
Hab gerade mein RV gewaschen bekommen. Jetzt glänzt die Kiste wieder. 60 Bugs (mit Trinkgeld versteht sich), der Dollarkurs ist ja noch prima. Dafür kann ich es nicht selbst machen. Will ich auch gar nicht. Ist ja schließlich Urlaub.

Jetzt heißt es schon mal anfangen, die Klamotten zu sortieren und noch ein kleiner Abwasch Innen drin.
Hab gerade meine Flüge gecheckt - alles Paletti.

Las Vegas - Immer für ein Foto mehr gut

Las Vegas ist doch immer wieder für Fotos gut ;-)
War gerade nochmal auf Fotopirsch.
Aber nur kurz.
Hier stürmt es immer noch heftig.
Und der Sand, der durch die Gegend fegt, ist ganz schön unangenehm.
Mein Camper wackelt auch wie auf hoher See.
Hab mir sagen lassen, dass die Temperatur gerade von 100° auf 80° Fahrenheit (sprich so ca. von 39° C auf 27° C) fällt. Daher der Wind.
Ist hier aber ganz normal.
Muss ich morgen eben beim Endputz nicht so schwitzen.
Obwohl mittlerweil mach ich auch - ganz amerikanisch - die Klimaanlage in meinem Camper an, wenn ich Hook Ups (sprich Anschlüsse) habe. Dafür ist das Ding ja da.
Und den Strom macht hier ja der Colorado.
Über den Hoover Damm bin ich heute allerdings nicht gefahren.
War mir nicht ganz sicher, ob ich mit meiner Kiste schon zu den Trucks gehöre. Die dürfen da nicht drüber.
War mir dann doch zu unsicher. Hätte ich dort umdrehen müssen, wären das 150 Meilen (mal 1.606 für km) mehr gewesen. Und noch liege ich knapp unterhalb meiner gekauften 2500 Meilen.

Vollbild

Back to Las Vegas

Sodele.
Bin wieder wohlbehalten in Las Vegas angekommen.
Steh jetzt hier für zwei Nächte auf dem KOA beim Circus Circus, sozusagen "fast direkt" am Strip.

Nach dem Natur-Campground in Tusayan jetzt mal wieder was ganz anderes. Voll asphaltiert, aber auch voller Service (z.B. W-Lan).
Muss gleich erst mal schauen, wo ich denn Morgen warmes Frühstück bekomme ;-) Man gönnt sich ja sonst nichts.
Und dann gibt's noch ein paar Bilder.

Hier weht gerade ein ganz komischer Wüstenwind.
War schon auf dem ganzen Weg so.
Ziemlich anstrengend, die Kiste dabei in der Spur zu halten. Springt bei den Böen hin und her wie eine zickige Jolle.
Da fällt mir ein:
Viel Spaß an die Segler.
Und Mast und Schotbruch in Holland.
Trinkt ein Grolsch für mich mit. Ich bleib derweil bei Budweiser ;-)

Freitag, 18. Mai 2007

Las Vegas - Day and Night

Schon 509 Fotos, rund 5.4 GB hab ich schon geschossen.
Das ist wirklich unglaublich hier. Ich pack die Kamera schon gar nicht mehr ein.

Eine Auswahl gibt's jetzt hier:



Las Vegas am Tag:
Vollbild



Las Vegas bei Nacht:
Vollbild



Ansonsten:
Habe ich heute mal wieder die Pläne geändert, und bin nicht zur Freemont Street gefahren. Irgendwie war das mit dem Bus alles ziemlich nervig.
Überhaupt gefällt mir der südliche Teil des Las Vegas Blvd. viel besser als der Norden.
Daher hab ich mir den "schönen" Teil lieber nochmal etwas genauer angeschaut.
Da gab es noch viel zu entdecken.
Der Rest muss warten. Ich muss mir ja noch was für den nächsten Besuch hier überig lassen.
Das Gefühl, irgendwie zu wenig Zeit zu haben und nicht alles gesehen zu haben, bleibt. Stimmt ja auch. Das ist so, und das ist ganz normal.
Ich will mir ja keinen Stress machen nur, um möglich alles, was im Reiseführer steht, abzuklappern. Ist ja schließlich Urlaub.

Donnerstag, 17. Mai 2007

Das Künstliche als Kunst

Jetzt endlich auch mit Bildern.

Ist ja doch gar nicht so einfach hier ins Netz zu kommen. Bin jetzt hier im Business Center vom Luxor und für richtig Dollars ($6,99) geht das auch hier ;-).

Leider habe ich erst jetzt festgestellt, dass meine Updates über Twitter gar nicht angekommen sind - blöd :-(

Las Vegas ist einfach unglaublich!
Hier wird das Künstliche zur Kunst erhoben.
Habe mich schon auf dem Hinflug gewundert. Noch nie hab ich soviel künstliche Wimpern auf einem Haufen gesehen.

Hier wird das ganze dann noch getopt.
Wo sonst kann man in einem Tag von Paris über New York nach Venedig kommen?
Eine total künstliche Welt mit Alabsterlampen aus Kunststoff und Alabasterkörpern aus Silikon.
Am Besten betrachtet man das ganze auch nur bei Kunstlicht.
Bei Tageslicht kommen doch ein paar Baustellen zutage, die man eigentlich nicht sehen will.

Habe heute meinen Zeitplan - nicht nur wegen des Jet-Lags - etwas modifiziert.
War schon sehr früh wach und fahr jetzt gleich - im Moment ist es 8:15 Uhr - nach Downtown, um mir die Freemeont Street anzusehen.
Am Mittag geht's dann wahrscheinlich erstmal zurück ins Hotel zur Siesta, um dann zur Blauen Stunde wieder mit der Kamera auf die Pirsch zu gehen.
Gestern abend hab ich das nicht mehr geschafft.
War wohl doch ein bisschen anstrengend.
Man wird ja nicht jünger ;-)


Las Vegas -Tag 1

Auf das Update habt ihr sicher schon gewartet.

Ist doch nicht ganz so einfach hier mit dem Internet. Gibt doch kein W-Lan im Hotel. Iss ja klar. Hier steckt die High-Tech in den Spielautomaten. Da sollen die Leute ran und nicht im Internet rummachen und Blogs updaten.
Naja, dann eben über mail-update, leider ohne Bilder.

Hoffe die Updates über Twitter sind angekommen und ihr habt sie auch rechts gefunden.

Bilder habe ich schon eine ganze Menge geschossen.
Einfach irre hier!
An jeder Ecke gibt es ein neues Motiv. Und das sogar am Tage.
Richtig gut wird es aber erst, wenn es dunkel wird und die ganze Kunstlichtwelt zum Leben erwacht. Doppelt-Irre!

Da ist es dann auch nicht so heiß.
Bin vorhin so gegen 15:00 Uhr wieder zurück zum Hotel. War einfach platt bei der Hitze. Und ist ja eigentlich für mich schon 01:00 nachts.
Erst mal Pause.

Werde gleich nochmal, wenn es dunkel wird wieder losziehen.

Aber jetzt muss ich mich erstmal ablegen.
Und beim nächsten mal gibt es dann hoffentlich auch ein paar Bilder.

Samstag, 21. April 2007

CT22 von Cruise America


Heute ist dann die allerletze Bestätigung (und Rechnung :-) ) gekommen.
Vom 18.05. bis 07.06. bin ich stolzer Fahrer eines CT22 von


Außen
Innen

Donnerstag, 19. April 2007

Luxus im Luxor

Nachdem das Wohnmobil jetzt bestätigt ist, habe ich heute endlich auch mein Hotel in Las Vegas gebucht.
Es ist ein Tower Deluxe Room im Luxor geworden, was ich mir schon lange ausgeguckt hatte. Direkt am Strip.
Man gönnt sich ja sonst nix!

Die Bilder unten hab ich natürlich noch nicht selbst gemacht.
Aber das kommt noch - versprochen.